Nach der Niederlage unseres Glubbs am Freitag in Bielefeld ist der Frust natürlich groß. Es wirkt als sei Mannschaft und Fans die Leichtigkeit der letzten Wochen verloren gegangen. Als die Bielefelder in den Schlussminuten trafen, da sprach kurzzeitig Schock aus den Gesichtern der mitgereisten Glubbfamilie. Schließlich kennen wir sie mittlerweile nur zu gut: die enttäuschten Hoffnungen und Erwartungen.

Doch die Kurve behielt die Fassung. Als die Mannschaft in die Kurve kam, da klatschte der rot-schwarze Anhang. Es geht jetzt vor allem um Zuversicht. Hoffnung und Mut. Aus unserem vorübergehenden Schock darf keine Resignation entstehen. Wir können nach wie vor aus eigener Kraft aufsteigen. Das dürfen wir nicht vergessen.

„Der Club war der Erste. Und muss der Erste werden“, so hatte es einst Trainer Jenö Konrad kurz vor seiner Flucht aus Nürnberg auf ein Foto geschrieben. Recht hat er! Denn trotz der Enttäuschungen der letzten Jahre wissen wir doch alle: 2. Bundesliga, sieben Montagsspiele und Auswärtskicks gegen Sandhausen – das wird unserem Verein nicht gerecht. Der Glubb und seine Fans haben mehr verdient. Unsere Treue muss eines Tages belohnt werden. Notfalls müssen wir unser Glück eben erzwingen. Die Voraussetzungen dafür sind besser denn je.

Trotz der beiden Niederlagen gegen Fürth und Bielefeld stehen wir auf einem Aufstiegsrang. Wir haben eine Mannschaft die fightet, bereit ist an die Schmerzgrenze zu gehen und uns in dieser Saison schon so oft Freude bereitet hat. Wir haben eine Mannschaft mit starken Charakteren. Sicher, die Derbyniederlage kann man dagegen einwenden. Aber erinnert ihr euch noch an die Hinrunde, als wir in Fürth gewonnen haben? Als Hanno Behrens nach dem Spiel auf den Zaun geklettert ist – hattet ihr da nicht das Gefühl, vor euch steht ein Kapitän, der mit vollem Herzen dabei ist?

Diesen Spirit müssen wir wieder zurückgewinnen. Vor allem müssen wir ihn verinnerlichen. Mag sein, dass sich die Boulevardmedien in den vergangenen Tagen bereits mit Wechselgerüchten überschlagen. Sollen sie doch. Wir sind überzeugt davon, dass jeder Spieler, der unser Trikot trägt, alles aus sich herausholt. Alles andere wäre Spekulation. Damit dürfen wir keine Zeit verschwenden oder gar Unruhe riskieren.

Was jeder Einzelne jetzt tun kann, das ist Wunden lecken und Stolz zeigen!

Der Frühling kommt – hängt eure rot-schwarzen Fahnen in den Garten! Es wird wärmer – macht euren Familienausflug am Sonntag im Stadion! Der Glubb steht auf einem Aufstiegsplatz – tragt euer Trikot, ob in der Freizeit oder auf der Arbeit!

Vier Jahre ist es mittlerweile her, als wir unter dem Motto „Ich bereue diese Liebe nicht!“ beinahe den Abstieg abgewendet hätten. Verletzungen und unfassbares Pech machten uns einen Strich durch die Rechnung. Daran hadern wir bis heute. Zeit es hinter uns zu lassen und wieder zu zeigen, wer der ruhmreiche 1.FC Nürnberg ist.

Wenn du ähnlich fühlst: verbreite diesen Aufruf – ob nun als Einzelperson oder Fanclub. Teile diese Worte mit deinen Bekannten in den sozialen Netzwerken oder wechsel dein Profilbild, versende den Aufruf an deine Freunden, drucke ihn aus und hänge ihn auf der Arbeit an die Pinnwand. Vor allem aber: Motiviere dein Umfeld, hol dir Karten für die nächsten Heim- und Auswärtsspiele, schreib deine gesamte Clique an und mach den nächsten Fanclub-Bus voll. Lass unsere Mannschaft in dieser wichtigen Phase nicht im Stich. Jeder einzelne Glubbfan ist gefragt.

Denn: Wir sind zu weit gekommen, um aufzugeben, wer wir sind.

Wir sind der 1.FC Nürnberg. Die Legende muss zurück in Liga 1!